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Vögel aus Costa Rica - Teil 1

Folgende Vogelarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge:

· Amazonas-Fischer (Amazon Kingfisher, Chloroceryle amazona)
· Amerikanischer Sandregenpfeifer (Semipalmated Plover, Charadrius semipalmatus)
· Amerikanischer Schlangenhalsvogel (American Darter, Anhinga anhinga)
· Arakanga oder Hellroter Ara (Scarlet Macaw, Ara macao)
· Schmalschnabel-Königstyrann (Western Kingbird, Tyrannus verticalis)
· Augenring-Fliegenstecher (Paltry Tyrannulet, Zimmerius vilissimus)
· Aztekenmöwe (Laughing Gull, Leucophaeus atricilla)
· Aztekensittich (Olive-throated Parakeet, Eupsittula nana)
· Azurnaschvogel (Shining Honeycreeper, Cyanerpes lucidus)
· Baltimoretrupial (Northern Oriole, Icterus galbula)
· Starkschnabel-Maskentyrann (Boat-billed Flycatcher, Megarynchus pitangua)
· Schwefelmaskentyrann oder Bentevi (Great Kiskadee, Pitangus sulphuratus)
· Nordanden-Olivtyrann (Mountain Elaenia, Elaenia frantzii)
· Olivenscharbe oder Biguascharbe (Olivaceous Cormorant, Phalacrocorax brasilianus)
· Bindenameisenwürger (Barred Antshrike, Thamnophilus doliatus)

Amazonas-Fischer (Amazon Kingfisher, Chloroceryle amazona)

Mit seiner Körpergröße 29 Zentimeter ist der Amazonas-Fischer der größte Eisvogel mit blaugrünem Rücken, der in Costa Rica vorkommt. Nur im Nacken befindet sich ein schmales weißes Band, während die Federn am gesamten Rest der Oberseite des Körpers grünlichblau sind. An der Kehle und am Bauch sind die Federn bei beiden Geschlechtern weiß, bei den Weibchen gilt dies ebenso für das Gefieder im Brustbereich. Männchen tragen ein breites, rötlichbraunes Band auf der Brust. Der Schnabel ist sehr kräftig, lang und schwarz. Typisch für die Art ist außerdem eine kleine Federhaube auf dem Kopf. Amazonas-Fischer leben ganzjährig in Costa Rica. Da sie sich hauptsächlich von Fisch ernähren, sind sie an Gewässer gebunden. Sie bewohnen Flüsse und Lagunen. Von Mexiko bis ins zentrale Südamerika reicht das riesige Verbreitungsgebiet dieser Vogelart.

  Weiblicher Amazonas-Fischer (Amazon Kingfisher, Chloroceryle amazona)   Männlicher Amazonas-Fischer (Amazon Kingfisher, Chloroceryle amazona)  
  Weibchen, Foto: 29.04.2012,
Los Chiles
  Männchen, Foto: 29.04.2012,
Los Chiles
 

Amerikanischer Sandregenpfeifer (Semipalmated Plover, Charadrius semipalmatus)

Amerikanischer Sandregenpfeifer (Semipalmated Plover, Charadrius semipalmatus)Amerikanische Sandregenpfeifer sind in Costa Rica an Gewässern mit schlammigen, flachen Uferzonen zu finden. Diese Vögel sind 17 bis 19 Zentimeter groß und sie haben eine Flügelspannweite von 43 bis 52 Zentimeter. Auf der Oberseite des Körpers ist das Gefieder graubraun gefärbt. An der Stirn ist es weiß, dieser Bereich wird oben und unten von einer schwarzen Maske gesäumt. Ein schwarzer Ring ziert den Nacken und oberen Brustbereich, auf der Körperunterseite ist das Federkleid weiß. An der Basis ist der kurze Schnabel gelblich gefärbt, seine Spitze ist schwarz. Meist sind die Beine gelblich. Das Brutgebiet des Amerika-Sandregenpfeifers liegt im Norden, also beispielsweise in Alaska. Den Winter verbringen die Tiere in den südlichen USA, in der Karibik und in Zentralamerika. Foto: 04.05.2012, Salinen der Ensenada Lodge, Nähe Manzanillo

Amerikanischer Schlangenhalsvogel (American Darter, Anhinga anhinga)

Das Gebiet innerhalb Costa Ricas, in dem diese Wasservögel leben, ist an sich sehr groß. Es erstreckt sich über das Tiefland beider Landesteile. Aber die bis zu 86 Zentimeter großen Tiere kommen innerhalb dieses Areals nur an ganz bestimmten Stellen vor, darunter das Schutzgebiet Caño Negro die Küstenmangroven des Golfes von Nicoya. Amerikanische Schlangenhalsvögel sind ans Wasser gebunden, weil sie sich ausschließlich von Fischen ernähren. Diese erbeuten sie mithilfe ihres langen spitzen Schnabels, den sie wie einen Speer einsetzen. Beim Schwimmen liegen Schlangenhalsvögel ausgesprochen tief im Wasser. Ihr Gefieder ist größtenteils relativ dunkel, der Schnabel ist gelb. Männchen haben an Hals und Kopf schwarze Federn, bei den Weibchen ist das Gefieder dort hellbraun und diese Körperpartien wirken buschig. Eine helle Endbinde tragen die ansonsten schwarzen Schwanzfedern und auf der Oberseite der Flügel finden sich einige helle Federn oder solche, die hell gesäumt sind. Die Beine und Füße sind gelblichgrau. Zwischen den Zehen tragen Amerikanische Schlangenhalsvögel Schwimmhäute. In Costa Rica sind diese Wasservögel das gesamte Jahr über anzutreffen. Vom Südosten der USA über Mexiko und Zentralamerika bis nach Nordargentinien reicht das Verbreitungsgebiet dieser Spezies. Sie ist außerdem auf Kuba heimisch.

  Weiblicher Amerikanischer Schlangenhalsvogel (American Darter, Anhinga anhinga)   Männlicher Amerikanischer Schlangenhalsvogel (American Darter, Anhinga anhinga)  
  Weibchen, Foto: 29.04.2012,
Los Chiles
  Männchen, Foto: 29.04.2012,
Los Chiles
 

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Hellroter Ara oder Arakanga (Scarlet Macaw, Ara macao)

Die beeindruckendsten Vertreter der in Costa Rica lebenden Papageien sind die Hellroten Aras, die auch als Arakangas oder Scharlacharas bezeichnet werden. Diese 84 Zentimeter großen Vögel haben nahezu am gesamten Körper hellrotes Gefieder. Auf der Oberseite ihrer Flügel tragen sie jeweils einen gelben Bereich, der etwa in der Mitte liegt. Ihm schließt sich ein blauer Bereich an, der sich bis zu den Spitzen der Schwungfedern erstreckt. Der untere Rücken sowie die Bürzelgegend tragen ebenfalls blaue Federn. Auf der Unterseite sind die Flügel leuchtend rot. Hell hornfarben ist der Schnabel und im Gesicht befindet sich ein unbefiederter Bereich, dort ist die Haut weißlich. In Costa Rica kommen die Hellroten Aras heute hauptsächlich nur noch in einigen Gegenden entlang der Pazifikküste vor, von 1950 waren sie aus dem karibischen Teil des Landes verschwunden. Nördlich des Tortuguero-Nationalparks soll es inzwischen aber wieder einige Individuen dieser majestätischen Papageien geben. Um diese Vogelart zu sehen, sucht man am besten nach wie vor den an den Pazifik grenzenden Landesteil auf. Vor allem rund um Carara sowie auf der Osa-Halbinsel sind diese Waldbewohner häufig anzutreffen. Meist fliegen die Vögel paarweise von einem Baum zum nächsten, um gemeinsam ihre Nahrung aufzunehmen oder akrobatisch zu klettern. Früchte und andere Pflanzenteile wie Blätter und Blüten stehen auf ihrem Speisezettel. Einst haben Hellrote Aras in weiten Teilen Mittelamerikas gelebt, heute gelten sie in vielen Gegenden als selten oder sie sind lokal ausgestorben. Restvorkommen in teils eng begrenzten Bereichen gibt es in Mexiko, Guatemala, El Salvador, Belize, Nicaragua und Costa Rica sowie Panama. Darüber hinaus ist die Spezies im nördlichen Südamerika bis nach Bolivien verbreitet.

  Arakanga oder Hellroter Ara (Scarlet Macaw, Ara macao)   Arakanga oder Hellroter Ara (Scarlet Macaw, Ara macao)  
  Zwei Wildvögel, Foto: 06.05.2012,
Carara-Nationalpark
  Zuchtvogel im Freiflug, Foto: 03.05.2012,
Nähe Limonal
 

Schmalschnabel-Königstyrann (Western Kingbird, Tyrannus verticalis)

Schmalschnabel-Königstyrann (Western Kingbird, Tyrannus verticalis)Der Schmalschnabel-Königstyrann ist 20 Zentimeter groß und ähnelt dem Trauerkönigstyrann. Jedoch ist sein Gefieder auf der Unterseite des Körpers ein wenig blasser gelb gefärbt als das des nahen Verwandten. Außerdem hat der Schmalschnabel-Königstyrann einen deutlich zierlicheren Schnabel, was sich in seinem Namen widerspiegelt. Am Kopf sind seine Federn grau, an der Kehle weiß und an der Brust graugelb. Dies gilt ebenso für die Federn am Rücken, am Bauch ist das Gefieder gelb ohne Grünstich und der Schwanz sowie die Flügel sind dunkelgraubraun bis leicht rotbraun. An der Außenseite sind die äußeren Schwanzfedern weiß gesäumt, woran die Art gut zu erkennen ist. Anzutreffen ist der Schmalschnabel-Königstyrann vor allem in offenen Landschaften mit einzelnen Bäumen und Büschen. Gern sitzen die Vögel an erhöhten Positionen, neben Bäumen sind Stromleitungen und deren Masten beliebte Sitzwarten. Von diesen Posten aus starten die Vögel kurze Flüge, um in der Luft nach Insekten zu schnappen. Zudem fressen sie Beeren. Von November bis April sind Schmalschnabel-Königstyranne sporadisch in Costa Rica zu beobachten. Sie halten sich hauptsächlich im westlichen Landesteil auf. Das Brutgebiet dieser Vogelart erstreckt sich von der Westküste der USA in östlicher Richtung bis zum Zentrum des Landes. Foto: 30.01.2004, La Fortuna

Augenring-Fliegenstecher (Paltry Tyrannulet, Zimmerius vilissimus)

Augenring-Fliegenstecher (Paltry Tyrannulet, Zimmerius vilissimus)Nur 9,5 Zentimeter ist der Augenring-Fliegenstecher groß. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Auf der Körperoberseite ist das Gefieder olivgrün, die Krone ist matt grau gefärbt und die Tiere tragen einen grauen Überaugenstreif. Dieser kann mehr oder minder stark ausgeprägt sein. Schwärzlich sind die Flügel gefärbt, die Ränder der langen Federn sind gelb; grau ist der Schwanz gefärbt, er ist relativ lang. Grau bis weißgrau sind Kehle und Brust gefärbt, darauf befinden sich graue Streifen. Der Bauch ist weiß und an den Flanken haben die Vögel einen grünlich-gelben Farbhauch. Schwarz sind die Beine gefärbt, die Augen sind ebenfalls schwarz. Im Englischen wird diese Art alternativ auch als Mistletoe Tyrannulet bezeichnet. Diese Bezeichnung weist auf die hauptsächliche Nahrung der Augenring-Fliegenstecher hin: Sie fressen vor allem Misteln, aber auch aber auch andere kleine Beeren sowie Insekten stehen auf ihrem Speiseplan. Vom Tiefland bis in 3.000 Meter Höhe kann man diese Vogelart in Costa Rica in feuchten Regionen praktisch überall beobachten, sofern es dort genügend Misteln gibt. Von Südmexiko bis nach Nordvenezuela reicht das Verbreitungsgebiet dieser Spezies. Foto: 26.04.2012, Nähe Puerto Viejo de Sarapiquí

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Aztekenmöwe (Laughing Gull, Leucophaeus atricilla)

Die Körperlänge dieser Vögel kann bis zu 42 Zentimeter betragen, ihre Flügelspannweite beläuft sich auf maximal 110 Zentimeter. Auf der Oberseite sind die Flügel grau. Nahezu am gesamten Körper ist das Gefieder weiß. Hat eine Aztekenmöwe ihr drittes Lebensjahr erreicht, färben sich die Federn am Kopf sowie die Beine und Füße schwarz. Der Schnabel ist rot und an der Spitze ganz leicht nach unten gebogen. Typisch sind die über und unter den Augen liegenden, dünnen sichelförmigen und weißen Flecken. Jugendliche Aztekenmöwen haben ein bräunlich gesprenkeltes Gefieder. Auf dem Speiseplan dieser Vögel stehen Fische, Wirbellose wie Insekten, Würmer und Aas. Aztekenmöwen kommen entlang der Küsten, Flüsse und Seen der östlichen USA, in der Karibik, in Mittelamerika und an den Küsten von Venezuela bis Brasilien sowie von Kolumbien und Peru vor. Ein alternativer wissenschaftlicher Name der Spezies lautet Larus atricilla.

  Aztekenmöwe (Laughing Gull, Leucophaeus atricilla)   Aztekenmöwe (Laughing Gull, Leucophaeus atricilla)  
  Foto: 04.05.2012,
Golf von Nicoya
  Foto: 04.05.2012,
Golf von Nicoya
 

Aztekensittich (Olive-throated Parakeet, Eupsittula nana)

Aztekensittich (Olive-throated Parakeet, Eupsittula nana)In Wäldern sowie in baumreichen Gegenden entlang von Flüssen kann man im karibischen Tiefland Costa Ricas Aztekensittiche beobachten. Diese Vögel sind etwa 23 Zentimeter groß. Ihr Gefieder ist fast am gesamten Körper grün. Oliv sind die Federn im Kehl- und Brustbereich, um die Augen herum tragen Aztekensittiche einen hellen unbefiederten Ring, der sehr auffällig ist. Mancherorts sind diese Vögel in ihrem Verbreitungsgebiet häufig anzutreffen, an anderen Stellen sind sie dagegen selten. Meist halten sich diese geselligen Papageien paarweise auf. Mitunter schließen sie sich zu kleinen Gruppen zusammen, wobei hier stets die enge Paarbindung zwischen je zwei Vögeln ins Auge fällt. Pflanzliche Kost wie Früchte, Blüten oder Blattknospen bilden die Nahrung dieser Papageien. Entlang der karibischen Seite Mittelamerikas von Mexiko über Belize und Guatemala bis nach Costa Rica und den nordöstlichen Teil Panamas reicht das Verbreitungsgebiet der Vogelart. Auf Jamaika ist sie ebenfalls heimisch. Früher wurde diese Art wissenschaftlich als Aratinga nana bezeichnet. Foto: 30.04.2012, Los Chiles

Azurnaschvogel (Shining Honeycreeper, Cyanerpes lucidus)

Männlicher Azurnaschvogel (Shining Honeycreeper, Cyanerpes lucidus)Nur etwa zehn Zentimeter sind Azurnaschvögel groß. Das Gefieder der Männchen ist zu großen Teilen auffällig blau. Nur die Flügel und die Kehle sowie Teile des Schwanzes tragen schwarze Federn. Eine schwarze Binde verläuft jeweils vom Auge bis zum ebenfalls schwarzen, leicht nach unten gebogenen Schnabel. Die Beine sind leuchtend gelb. Weibliche Vögel tragen auf der Körperoberseite grüne Federn. Hellgrau bis weißlich ist das Federkleid auf der Körperunterseite, darauf befinden sich stellenweise blaue Streifen und die Flanken sind grün. Mattweiß und ohne Streifen ist die Gefiederpartie an der Kehle. Sie steht in starkem Kontrast zum schwarzen Schnabel; die Beine der Weibchen sind gelb. Neben kleinen Früchten und Beeren sowie Samen fressen Azurnaschvögel auch gern Nektar. Sie leben in der Kronenregion von Wäldern und im angrenzenden offenen Land. Anzutreffen sind sie ganzjährig im karibischen Tiefland und in den daran angrenzenden Vorgebirgen sowie im südlichen Bereich des pazifischen Landesteils jeweils bis in Höhenlagen von etwa 1200 Meter. Das Verbreitungsgebiet dieser Vogelart reicht von Südmexiko bis nach Panama und den nordwestlichen Teil Kolumbiens. Foto: 27.04.2012, La Selva Biological Station

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Baltimoretrupial (Northern Oriole, Icterus galbula)

Männlicher Baltimoretrupial (Northern Oriole, Icterus galbula)In Costa Rica kommt nur ein orange gefärbter Trupial vor: der männliche Baltimoretrupial. Diese Vögel sind 18 Zentimeter groß und tragen am Kopf schwarzes Gefieder; ihr Schnabel ist ebenfalls schwarz gefärbt. Auch der Nacken, die obere Brust und der größte Teil der Flügel sind schwarz. Auf den Flügeln tragen die Tiere jeweils einen breiten weißen Streif. Der Schwanz ist teils schwarz, teils orange gefärbt. Nektar verschiedener Pflanzenarten sowie Beeren und Bananen stehen auf dem Speiseplan der Vögel, diese Kost wird mitunter um Insekten ergänzt. Das Brutrevier dieser Vogelart liegt in Nordamerika, sie verbringt nur den Winter in Costa Rica. Im gesamten Land kommt der Baltimoretrupial von der Küste bis in Höhenlagen von 1.500 Meter vor. Foto: 02/2004, La Fortuna

Starkschnabel-Maskentyrann (Boat-billed Flycatcher, Megarynchus pitangua)

Starkschnabel-Maskentyrann (Boat-billed Flycatcher, Megarynchus pitangua)Mit seiner Körpergröße von 23 Zentimeter ist der Starkschnabel-Maskentyrann einer der größten Tyranne in Costa Rica. An Rücken, Flügeln und Schwanz sind seine Federn grünlich-braun gefärbt, die an Bauch und Brust sind leuchtend gelb, wohingegen das Gefieder an der Kehle weiß ist. Schwarz sind die Federn am Kopf. Über den Augen verläuft ein weißer Bogen, der bis in den Nacken reicht. Nur aus bestimmten Winkeln ist der gelbe Scheitel sichtbar. Ebenfalls schwarz ist der große und kräftige Schnabel. Anzutreffen sind diese Vögel an Rändern feuchter und trockener Wälder sowie generell in der Kronenregion von Waldgebieten. Der Starkschnabel-Maskentyrann ist das gesamte Jahr über in Costa Rica präsent. Insekten, die er im Flug erbeutet, bilden den Großteil seiner Nahrung. Beeren stehen ebenfalls auf seinem Speiseplan. Das Verbreitungsgebiet dieser Vogelart erstreckt sich von Mexiko aus über Zentralamerika bis in den mittleren Bereich Südamerikas. Foto: 29.04.2012, La Fortuna

Schwefelmaskentyrann oder Bentevi (Great Kiskadee, Pitangus sulphuratus)

Schwefelmaskentyrann oder Bentevi (Great Kiskadee, Pitangus sulphuratus) Der überschwänglich klingende Ruf dieser Vögel, die – ein wenig Fantasie beim Hören vorausgesetzt – immer wieder ihren englischen Namen rufen ("Kis-ka-dee"), ist weithin vernehmbar. Vom Tiefland bis in Höhenlagen von 1500 Meter ist diese Vogelart in Costa Rica häufig vertreten, einzige Ausnahme stellt das südpazifische Küstengebiet dar. Leicht aufzuspüren sind Bentevis, wie die Schwefelmaskentyranne auf Deutsch ebenfalls genannt werden, in ihrer bevorzugten Umgebung. Dies sind offene Landschaften mit vereinzelten Bäumen und Sträuchern. Gern sitzen die 23 Zentimeter großen, auffällig gelb gefärbten Vögel auf Singwarten und tragen ihre lauten Rufe vor. Anhand dieser Lautäußerungen sind sie sehr leicht von anderen, ähnlich gezeichneten Vögeln aus ihrer Familie zu unterscheiden, unter ihnen der Starkschnabel-Maskentyrann. An Rücken und Schwanz sind die Federn der Schwefelmaskentyranne bräunlich gefärbt. Ihre Flügel sind rotbraun und das Gefieder auf der Körperunterseite ist kräftig gelb. Weiß sind die Federn an der Kehle, am Kopf tragen die Vögel schwarze Federn. Von der Schnabelbasis bis zum Nacken verläuft in einem Bogen, der sich über die Augen erstreckt, ein weißer Streif. Der Scheitel ist gelb und der Schnabel schwarz. Schwefelmaskentyranne fressen hauptsächlich Insekten und andere Wirbellose sowie kleine Nagetiere. Ergänzt wird diese tierische Kost durch Früchte und Beeren. Von Mexiko bis nach Panama ist diese Vogelart verbreitet. Darüber hinaus lebt sie in weiten Teilen Südamerikas, wo sie westlich der Anden sowie im Süden fehlt. Foto: 02/2004, La Fortuna

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Nordanden-Olivtyrann (Mountain Elaenia, Elaenia frantzii)

Nordanden-Olivtyrann (Mountain Elaenia, Elaenia frantzii)Grünlich ist die Gefiederfärbung dieser Vogelart. Nordanden-Olivtyranne erreichen eine Körpergröße von 15 Zentimeter. Diese Tiere sind sehr zierlich gebaut, ihr Körper wirkt deshalb relativ schmal. Am Kopf ist das Gefieder ein wenig bauschig, aber eine echte, deutlich emporragende Federhaube tragen diese Vögel im Unterschied zu anderen nahe verwandten Arten aus der Familie der Tyranne nicht. Wie es der Name vermuten lässt, sind diese Vögel in höheren Lagen heimisch. In Costa Rica kommen sie in den nördlichen Gebirgszügen ab 1200 Meter und höher vor, in der zentralen Gebirgskette und in der Cordillera de Talamanca leben sie in Höhenlagen ab 1850 Meter. Außerhalb der Brutzeit sind Nordanden-Olivtyranne Einzelgänger. Kleine Tiere wie Insekten und Spinnen bilden die Nahrung dieser Vögel, ergänzend fressen sie Samen und Beeren. In Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama sowie in Kolumbien und Venezuela liegt das Verbreitungsgebiet dieser Vogelart. Foto: 08.05.2012, San Gerardo de Dota

Olivenscharbe oder Biguascharbe (Olivaceous Cormorant, Phalacrocorax brasilianus)

Olivenscharbe oder Biguascharbe (Olivaceous Cormorant, Phalacrocorax brasilianus)Zwischen 56 und 73 Zentimeter sind Olivenscharben groß, sie wiegen rund ein Kilogramm. Bahezu am gesamten Körper ist das Gefieder erwachsener Vögel schwarz mit metallischem grünem Schimmer auf der Oberseite der Flügel. Außerhalb der Brutperiode sehen die Federn an Kopf und Hals oft ein wenig bräunlich oder grau aus. Jugendliche Individuen haben dunkelbraune Federn. Die Füße sind mit deutlich sichtbaren Schwimmhäuten ausgestattet, die Haut ist schwarz. Besonders auffällig sind die grünlich-bläulichen Irisringe sowie der gelbe Bereich an der unteren Schnabelbasis. Fisch ist die Hauptnahrung dieser Vogelart. Ihr Verbreitungsgebiet ist sehr groß. Es reicht von Texas über Mexiko und Mittelamerika bis nach Südamerika. Dort kommen die Tiere fast überall vor, lediglich großer Höhe sind sie nicht anzutreffen. Auf Kuba und den Bahamas leben Olivenscharben, die auch Biguascharben genannt werden, ebenfalls. Foto: 04.05.2012, Río Tempisque

  Olivenscharbe oder Biguascharbe (Olivaceous Cormorant, Phalacrocorax brasilianus)   Olivenscharbe oder Biguascharbe (Olivaceous Cormorant, Phalacrocorax brasilianus)  
  Foto: 30.04.2012,
Los Chiles
  Foto: 05.05.2012,
Puntarenas
 

Bindenameisenwürger (Barred Antshrike, Thamnophilus doliatus)

Männlicher Bindenameisenwürger (Barred Antshrike, Thamnophilus doliatus)Zu den eher heimlichen Vertretern der Vogelwelt Costa Ricas gehören die Bindenameisenwürger. Sie sind 16 Zentimeter groß und gehören zur Familie der Ameisenvögel. Leicht zu erkennen sind sie an ihrer buschigen Federhaube, dem schwarzen Gefieder, das weiße Striche trägt (beim Männchen) und an den blassgelben Irisringen. Das Gefieder der vorderen Körperhälfte der Männchen wirkt durch die vielen waagerechten Striche geringelt. Die Weibchen sind rötlichbraun gefärbt, tragen keine Striche, aber dafür ebenfalls ein Federhäubchen (siehe Foto aus Trinidad & Tobago). Bevorzugte Lebensräume der Bindenameisenwürger sind feuchte Gebiete im Bereich zwischen dem Tiefland bis in Höhenlagen von 1.400 Meter. In Costa Rica kommen sie im gesamten Land vor. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko über Mittelamerika bis ins zentrale Südamerika, wo sie unter anderem in Bolivien und Paraguay heimisch sind. Darüber hinaus kommt die Art auf Trinidad und Tobago vor. Foto: 02/2004, Nähe La Selva Biological Station

 

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